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Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr 2013

Zu 214 Einsätzen mussten die sieben Feuerwehren der Stadt Nordenham in diesem Jahr bereits ausrücken. Und das ist im Vergleich zu den Vorjahren ein Spitzenwert, berichtete Stadtbrandmeister Ralf Hoyer bei der Jahresabschlussbesprechung der Nordenhamer Feuerwehr am Freitag den 06.12., an der auch Mitglieder des Stadtrates teilnahmen.

Im Jahr 2012 waren es noch insgesamt 165 Einsätze. Allein der Orkan „Christian“ hätte den Nordenhamer Feuerwehren 30 Einsätze beschert. Im Vergleich dazu sei der Orkan „Xaver“ mit vier Einsätzen klein ausgefallen, so der Stadtbrandmeister. Die Einsatzstatistik weise für 2013 98 Brandeinsätze und 109 Hilfeleistungen aus. Bei den Hilfeleistungen berichtete der Stadtbrandmeister auch von drei schweren Verkehrsunfällen, die den Rettern einiges abverlangt hätten.

Deshalb brauche es auch Investitionen in die Geräte der Nordenhamer Feuerwehren. „Ich möchte nicht erleben, dass wir eines Tages bei einem Verkehrsunfall nicht helfen können, weil das Gerät versagt“, machte Ralf Hoyer gegenüber den Stadtratsmitgliedern deutlich. Weil es für die Feuerwehr immer schwieriger werde, moderne Fahrzeuge bei einem Unfall mit dem Rettungsgerät zu öffnen, müssten dringend die Rettungsgeräte der Feuerwehren erneuert werden.

Neben dem Rettungsgerät stehen in den kommenden Jahren große Investitionen für die Nordenhamer Feuerwehren an. Der Auftrag für ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Esenshamm wird demnächst vergeben, für die Feuerwehr Blexen muss dann ebenfalls ein neues Fahrzeug angeschafft werden und spätestens 2016 muss die Nordenhamer Drehleiter ersetzt werden, rechnete Ralf Hoyer vor. Angesichts der Einsatzzahlen seien die Fahrzeuge alle notwendig und nicht verzichtbar.

Bürgermeister Hans Francksen betonte, dass die notwendigen Anschaffungen in der nächsten Zeit auch alle getätigt würden. Seitens des Rates habe es noch nie Zweifel gegeben, dass die von der Feuerwehr beantragten Geräte und Fahrzeuge nicht notwendig gewesen seien. Trotz aller finanzieller Schwankungen im Stadthaushalt werde bei der Sicherheit der Bürger nicht gespart.

Unverzichtbar sind auch die Mitglieder in den sieben Nordenhamer Feuerwehren. „Wir müssen bei diesen Einsatzzahlen unsere Mitgliederstärken halten, denn mit weniger Einsatzkräften wären diese Einsätze nicht abzuarbeiten“, so Ralf Hoyer. Der demografische Wandel treffe die Nordenhamer Feuerwehren noch nicht. Doch die öffentliche Hand müsse mehr tun, um das Ehrenamt in der Feuerwehr zu steigern. „Bis heute hat die Politik nur viel geredet. Die Politik ist aber gefordert, das Ehrenamt durch Taten und nicht durch Reden zu stärken“, so Ralf Hoyer in Richtung Bundes- und Landespolitik.

Derzeit zählt die Nordenhamer Feuerwehr 201 Mitglieder in der Einsatzabteilung. In der Jugendfeuerwehr sind 52 Jugendliche aktiv, die beiden Kinderfeuerwehren zählen 28 Mitglieder und in den Altersabteilungen sind 61 Feuerwehrleute Mitglied.

Kreisbrandmeister Heiko Basshusen (l.) mit Stadtbrandmeister Ralf Hoyer (r.) mit den Geehrten Achim Ocken, Claus Schröder und Lothar Janßen (v.l.)

Auch Ehrungen standen bei der letzten Stadtkommandositzung in diesem Jahr an: Nach elf Jahren als Ortsbrandmeister der Feuerwehr Abbehausen hat Lothar Janßen sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Er wurde mit der Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Wesermarsch ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung erhielten Achim Ocken und Claus Schröder. Ocken hatte nach 12 Jahren als Stadtsicherheitsbeauftragter im vergangenen Sommer sein Amt an Tobias Bühring abgegeben. Claus Schröder ist seit 25 Jahren Stadtfunkwart und Leiter der Nachrichtengruppe der Nordenhamer Feuerwehren.

von Jochen Eilers, Kreispressewart

 

Jährlich wird zur Stadtkommandositzung ein Bröschüre mit allen wichtigen Zahlen, Daten und Fakten des vergangenen Jahres herausgegeben.


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