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Viel Alarm in Nordenham

Am Freitag den 31.03.2017 war ganz schön was los in Nordenham. Die Ortsfeuerwehr Nordenham wurde gegen 16:00 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage auf dem Werk der Premium Aerotec gerufen. Nach Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte aus Nordenham, wurde schnell klar, dass es sich um eine geheime Übung handelt. Erstes Szenario war ein Hallenbrand auf dem Werksgelände, mit ausgefallener Wasserversorgung auf dem Werk. Somit wurden schnell die Fachzüge 1 und 2 der Kreisfeuerwehrbereitschaft alarmiert. Der Fachzug 1 hat die Aufgabe der Wasserförderung und der Fachzug 2 ist für den Wassertransport zuständig. Die Kräfte vom Zug 1 werden aus den Ortsfeuerwehren der Stadt Nordenham gestellt und der Fachzug 2 kommt aus den Ortswehren der Feuerwehr Elsfleth.  Die Drehleiter aus Nordenham übernahm mit Hilfe der Werkfeuerwehr Premium Aerotec die Brandbekämpfung des Hallenbrandes. Das Szenario sah vor, dass keine Personen mehr in den Hallen waren und somit wurde die Brandbekämpfung nur von Außen durchgeführt. Plötzlich kam noch ein zweites überraschendes Szenario auf. Im Gefahrstofflager des Werkes stand plötzlich eine unklare Lage an. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges aus Nordenham übernahm die Erkundung der Lage und stellte fest, dass die Sprinkleranlage des Lagers ebenfalls nicht mehr funktionierte. Schnell musste die Anlage über die externe Wasserversorgung von Außen eingespeist werden. Zwischenzeitlich wurden auch noch die Nachrichtengruppe der Feuerwehr Nordenham, sowie die technische Einsatzleitung der Kreisfeuerwehr Wesermarsch alarmiert. Diese beiden Einheiten stellen nach Eintreffen den kompletten Funkverkehr an der Einsatzstelle sicher. Nachdem die Fachzüge 1 und 2 sich gesammelt hatten und an Ihren Sammelpunkten eigetroffen waren (Zug 1 Sammelpunkt Feuerwache Nordenham und Zug 2 Gewerbegebiet Wesertunnel) wurden diese nacheinander zur Einsatzstelle abgerufen. Der Zug 1 wurde beauftrag einige Feuerlöschbrunnen auf dem Werk anzupumpen und somit die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten. Unterstützt wurde der Zug von Fahrzeugen aus Esenhamm, Phiesewarden und Einswarden. Ebenso wurde mittels des Schlauchwagens begonnen, erste Schlauchleitungen zum Wassertransport auszulegen. Der Zug 2 begann mit dem Auslegen weiterer Schlauchleitungen und dem Aufbau von faltbaren Wasserbehältern zum Bereitstellen von Löschwasser. Als gegen 19 Uhr das Ende der Übung angesagt wurde, begann das „große Aufräumen“. Um 20:00 Uhr waren die Gerätschaften und Schläuche wieder verstaut und es wurde eine gemeinsame Stärkung von der Küchenbereitschaft der Kreisfeuerwehr Wesermarsch zu sich genommen.  Danach mussten die Kräfte noch in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Brake neue Schläuche und Gerätschaften aufnehmen und somit waren alle gegen 23.00 Uhr wieder einsatzbereit in Ihren Feuewehrgerätehäusern angekommen. Die Übungsleitung und Führungskräfte waren sich einig, dass die Übung erfolgreich abgelaufen ist und die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen sehr gut funktioniert hat. Im Einsatz waren ca. 130 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Wesermarsch mit ca. 20 Feuerwehrfahrzeugen. Diese Kräfte verlegten über 4000 m Schlauch und pumpten mehrere tausend Liter Wasser über das Werksgelände.