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So beschrieb der bald scheidende Amtsleiter Rudolf Müller auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend (14.01.) die Leistungsfähigkeit der Ortsfeuerwehr Nordenham kurz und knapp. Was aber alles dazu notwenidig ist, stellte Ortsbrandmeister Christian Stahl in seinem umfangreichen Bericht vor.

Von der Kinderfeuerwehr bis zur Altersabteilung hat die Ortsfeuerwehr 102 Mitglieder, die im vergangenen Jahr 20890 Stunden freiwilligen Feuerwehrdienst ableisteten. Neben Ausbildung und Übung, Pflege der Geräte und der Löschwasserentnahmestellen, Dienstbesprechungen und Verwaltung standen am Jahresende auch zahlreiche Stunden für Brandsicherheitswachen und Einsätze auf dem Zettel. Insgesamt 183 mal - also genau jeden zweiten Tag - musste die Ortsfeuerwehr ausrücken.

Neben vielen kleinen und manchmal kuriosen Einsätzen waren auch einige sehr ernste Situationen zu bewältigen. Im Sommer war eine ältere Dame nach kurzer Irrfahrt im Teich einer Altenwohnanlage zum stehen gekommen. Zunächst sollte sie im Fahrzeug noch eingeschlossen sein. Beim Eintreffen der Kräfte war sie von der Polizei allerdings schon zurück auf festen Boden gebracht worden. Schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen waren 2016 zum Glück nicht zu bewältigen. Dafür stellten bis zum Bauch in Gräben versunkene Pferde die Einsätzkräfte vor kniffelige Aufgaben. Allerdings musste oft mit technischem Gerät die Rettung von Menschen unterstützt werden. Der Rettungsdienst wurde zahlreich durch Türöffnungen oder mit der Drehleiter zum Transportieren von Patienten unterstützt.

Unter den Brandeinsätzen waren im vergangenen Jahr auch wieder mehrere Großbrände zu bewältigen. Einmal brannten gleich mehrere Gartenlauben zur gleichen Zeit. Im September stand in Einswarden ein ganzer Dachstuhl in Flammen und einen Monat darauf eine Wohnung in Nordenham. Bei beiden Einsätzen konnte die neue Drehleiter effektiv eingesetzt und Schlimmeres verhindert werden. Kritisch war auch ein Brand in der Blexer Lesumstraße, wo ein Mann beinahe durch eine Rauchgasvergiftung ums Leben kam und durch seine Nachbarn noch rechtzeitig gerettet wurde.

Besondere Highlights in 2016 waren eine Schulung in technischer Hilfeleistung an verunfallten Pkw mit externen Dozenten, der Besuch vom Niedersächsichen Innenminister Boris Pistorius und der Tag der Jugendabteilungen. Der Tag der Jugendabteilungen fand anlässlich des fünften Geburtstags der Kinderfeuerwehr erstmals statt. Angesichts des hohen Interesses der Nordenhamer Bürger, soll so ein Tag nun öfter stattfinden.

"Wir haben das selbe Ziel: Etwas für die Bürger der Stadt zu tun!" So beschrieb der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzender des Feuerwehrausschusses Ulf Riegel die gemeinsame Zielsetzung von Politik und Feuerwehr. Dass das Ziel gemeinsam erreicht werde, darüber waren sich alle einig. Amtsleiter Rudi Müller, Stadtbrandmeister Ralf Hoyer und Ortsbrandmeister Christian Stahl bescheinigten sich gegenseitig, dass die Zusammenarbeit sehr gut und vertrauensvoll funktioniert. Dem ist es auch mit zu verdanken, dass sich die Ortsfeuerwehr auf einem technisch guten Stand befindet. Beispielsweise konnte ein neuer hydraulischer Rettungssatz in Dienst gestellt werden. Geplant ist die Beschaffung eines neuen Wechselladerfahrzeuges. Was allerdings zu bemängeln war, liegt nicht in der Verantwortung der Stadt. Das 30 Jahre alte Katastrohenschutzfahrzeug des Bundes LF16-TS ist nicht mehr einsatzbereit. Auch die Anzahl der Lehrgänge an der Niedersächsichen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz ist mit zwei Plätzen im vergangenen Jahr deutlich und drei Plätzen für 2017 viel zu gering.

Die Beförderten zusammen mit Ortsbrandmeister Christian Stahl, Amtsleiter Rudolf Müller, stellv. Bürgermeister Ulf Riegel und Stadtbrandmeister Ralf Hoyer

Zu guter letzt standen wieder Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung - und viele freudige Gesichter.

Nach erfolgreich absolviertem Truppmann Teil 1-Lehrgang konnte Martin Entrich zum Feuerwehrmann befördert werden. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Maximilian Vogt, Tobias Bienert und Stefan Strahlmann befördert. Zu Hauptfeuerwehrleuten ernannte der Stadtbrandmeister Jacqueline Werremeyer, Jan-Dirk Balz und Simon Marx. Erster Hauptfeuerwehrmann ist nun Matthias Martin.

Auch bei den Führungskräften gab es noch einige Beförderungen. Tobias Bührung und Mario Sarrazin sind nun beide Oberlöschmeister. Stefan Stahl wurde außerdem zum Hauptlöschmeister ernannt. Der Stellvertretende Ortsbrandmeister Rolf Kutschenreuter ist nun Oberbrandmeister. Er war vor einigen Jahren aus der Feuerwehr ausgetreten, hatte den Draht aber nie richtig verloren und ist nach seinem Wiedereintritt zu einer wichtigen Führungskraft aufgestiegen.